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Regionaluniversität steigert Drittmittel um 6 Millionen durch lokale Medienarbeit

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2026 01 01
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Fallstudie
Wissenschaftsjournalismus

Wenn Exzellenz im regionalen Vakuum verschwindet

2020 rankte die Friedrich-Schiller-Universität in Forschungsrankings weit vorne, erhielt aber kaum überregionale Aufmerksamkeit. Pressearbeit beschränkte sich auf anlassbezogene Meldungen. Die Annahme: Relevante Forschung wird von selbst entdeckt.

Regionale Verankerung als Hebel für nationale Sichtbarkeit

Kommunikationschef Lennart Fassbender entwickelte ein Konzept, das gezielt Lokalmedien als Multiplikatoren nutzte. Monatliche Hintergrundgespräche mit Thüringer Redaktionen, Regionalversionen von Forschungsmeldungen mit konkretem Bezug zu Thüringen, Vermittlung von Wissenschaftlern als Experten für regionale Themen. Jede Geschichte erhielt drei Fassungen: lokal, regional, überregional.

Von regionaler Präsenz zu nationaler Wahrnehmung

Innerhalb von 18 Monaten verfünffachte sich die Medienpräsenz. Überregionale Redaktionen übernahmen zunehmend Geschichten, die zuerst lokal erschienen. Die gesteigerte Sichtbarkeit führte zu Kooperationsanfragen von Industriepartnern und höheren Bewilligungsquoten bei Drittmittelanträgen.

Fassbenders entscheidende Beobachtung: Nationale Medien recherchieren oft in Regionalzeitungen. Wer dort kontinuierlich präsent ist und relevante Themen besetzt, wird als Quelle wahrgenommen. Der Weg zu überregionaler Sichtbarkeit beginnt im lokalen Raum.

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